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Schaue in das Herz deines Kindes

...und erkenne, was es wirklich gerade braucht. Manche Verhaltensweisen deines Kindes mögen Dich begeistern, andere eindeutig fassungslos machen.
Das kennt jedes Elternteil, nicht wahr? Und diese Frage "Warum macht er/sie das bloß?" ist in jedem von uns...Und wusstest Du auch, dass der Weg zur Antwort über den Blick in das Herz deines Kindes geht? Was meine ich genau?

Oftmals, wenn wir in dieser Situation mit unseren Kindern stecken, sehen wir auf das Verhalten unseres Kindes, und wirklich nur auf das. Dein Kind reagiert z.B. wütend, schreit laut und schmeisst mit Sachen um sich- auf dieses Verhalten reagieren wir oftmals als Eltern. Das Kind wird ins Zimmer geschickt, auf den "Auszeit-Stuhl" oder ähnliches...
Für mich ist es wichtig, in genau diesen Situationen noch ein Blick weiter zum Kind zu schauen- "ins Herz deines Kindes" sozusagen.
Was steckt hinter diesem Verhalten meines Kindes, welche positive Absicht steckt dahinter?
Was genau braucht es eigentlich gerade wirklich? Aufmerksamkeit? Sicherheit? Nähe? Geborgenheit?

....und mit diesem Blick durch das Verhalten des Kindes direkt in sein Herz, weisst du dann auch, was zu tun ist, was dein Kind gerade braucht und Du kannst es ihm schenken. Sobald du das eigentliche Bedürfnis deines Kindes, die positive Absicht, entdeckt hast, erkennst du die Antwort auf deine Frage:Warum macht er/ sie das? und kannst lösungsorientiert handeln und deinem Kind Liebe, Geborgenheit und Sicherheit schenken. Und wenn du diesen Weg für Dich erkannt hast, wirst du merken, wie sich Konflikte lösen und dein Kind und eure Beziehung positiv wächst.

Wo Kinder Kinder sein können, entsteht ein besonderer Zauber...

Ich habe ihn heute mehrmals gespürt und beobachtet....zu schön, zu erleben wie der große Bruder der kleinen Schwester matschen zeigt, wie ein Mädchen vertieft immer wieder den Sand durch ihre Finger rieseln lässt, kleine Steine für die Sandburg gesammelt werden und mit Riesenspass kleine Wasserbomben geworfen werden.... das ist Kindsein- unbeschwert, zeitlos, Erfahrungen sammeln und ausprobieren...immer wieder bis es dann klappt.
Ich habe mich an meine Kindheit, meine unbeschwerten Strandtage ( in den Ferien fast täglich😊)erinnert- und da fiel mir dann doch ein Unterschied auf. Etwas Wesentliches fehlt heute.
Die Kinder spielen, allerdings alleine oder mit Geschwistern oder Eltern.
Ich erinnere mich...ich war kurz mit meinem Bruder am Spielen, dann kamen immer mehr Kinder dazu.... oder wir buddelten unseren "Kanal" zu dem der anderen Kinder. Was ich meine- wir waren schnell ein paar Kinder, die gemeinsam agierten, lachten und es kamen immer wieder mehr dazu.
Heute spielten nebeneinander ca.12 Kinder, die sich kurz beobachteten und dann letztendlich jeder für sich im Sand mit Schaufeln, Eimer, Autos spielte.
Sie haben sich gegenseitig aus dem Augenwinkel beobachtet😉haben nachgebaut👍und doch keiner hat direkt Kontakt mit dem anderen aufgenommen- erschreckend zu beobachten.
Ein Junge versuchte es, sprach 2 gleichaltrige an und wurde genau in diesem Moment gerufen von seiner Mutter. Zufall? Er spielte danach direkt bei seiner Mutter.
Die Kinder kamen mir vor wie auf ihrer eigenen, kleinen imaginären Insel mitten im Beach, umgebenen von vielen kleinen anderen Inseln. Die Familie hat Zugang zu dieser Insel- andere nicht. Soziale Kompetenzen, der angeborene Wunsch nach Gemeinschaft- alles ist dieser Verinselung gewichen. Wollen wir das wirklich? Sind wir uns dieser Entwicklung bewusst? Und ist es ein angemessener Ersatz, unsere Kinder in Vereine, Kurse oder Gruppen anzumelden? ich denke nicht! Es genau dieses freie, unbeschwerte, kreative Spiel miteinander, was Kinder zum Wachsen und stärken sozialer Kompetenzen brauchen. Und das ohne, dass hinter jedem Gebüsch ein Erwachsener mit belehrenden, ermahnenden und besorgten Worten sitzt.
Vielleicht sollten wir wieder beginnen, uns zurückzunehmen... beobachten ohne gleich einzugreifen, vertrauensvoll unsere Kinder begleiten immer mt der Botschaft: "Du bist okay wie du bist! Ich bin stolz auf dich.Ich bin da, wenn du mich brauchst und vertraue dir."
Kinder brauchen Wurzeln und Flügel zum Wachsen!!!!
Michaela Karper☀️

"Mama, ich habs geschafft, guck mal"-
das Mädchen steht balancierend auf dem Baumstamm... und strahlt ihre Mutter an...Die Mutter freut sich sichtlich, ruft Beifall klatschend: "Wow, toll- nun klappt es. Kannst du auch weiter darüberlaufen? versuchs mal..."
Und ....läuft das Mädchen weiter? Ihr ahnt sicher, was passiert....

Sie steigt ab,mit gesenkten Blick, das Strahlen ist verflogen und ich höre: "Nö, keine Lust."
Was ist passiert?
Die Mutter - sie reagiert mit wohlwollenden, lobenden Worten, applaudiert, motiviert ihr Kind... Eigentlich super, oder?
Liegt es dann am Kind? Ist es zu ängstlich? Hat es wirklich keine Lust?
Was ist passiert? Was hätte ich denn anderes machen oder sagen können? Ich versteh das Kind nicht...Fragen , die sich so manch Elternteil öfter mal stellt, nicht wahr?
Zur Vorgeschichte:
Das Mädchen hat zuvor eifrig, unermüdlich mit großer Begeisterung und Willenskraft immer wieder versucht, den unebenen, hohen Baumstamm zu erklimmen und darauf freihändig zu stehen. Selbst das mehrmalige Herrunterrutschen, das immer wieder aus der Balance geraten und die vielen Neuversuche hielten sie nicht von ihrem Vorhaben ab- sie hat ihr Ziel verfolgt und sich nicht entmutigen lassen.

Sie wollte freihändig auf diesen Baumstamm stehen!!!

Dann endlich- sie hat es geschafft - strahlend vor Glück, erfüllt vom eigenen Erleben und Tun, ihre Ausdauer und ihrer Willenskraft- ruft sie ihre Mutter...sieh , ich kann es, ich habe durchgehalten, ich habe es geschafft, habe für mein Ziel gekämpft....das sind ihre Gedanken und Gefühle...und genau das, ist ihr so wichtig ihrer Mutter mitzuteilen. " Mama, guck mal...."
Was ist nun in der Kommunikation passiert?
Die Mutter reagiert sicherlich positiv auf die Leistung der Tochter, drückte ihren eigenen Stolz, ihre Begeisterung aus.
Die Mutter hat aus ihrem Empfinden, ihrer "Welt" heraus reagiert- wohlwollend, stärkend, .
...und doch fern von der "Welt", den da erlebten Gefühlen der Tochter, ihrem Empfinden bei der "Baumerklimmung". Das Kind ist begeistert vom Erlebten, die Mutter von der Leistung selbst. Zwei unterschiedliche Wahrnehmungen/ Interpretationen zu einer Situation- die sicher wohlwollend gemeinten Worte erreichen der Mutter erreichen das Kind nicht.Es fühlt sich unverstanden.
Was hätte die Mutter sagen könen, um eine "Brücke" zur Tochter zu bauen- sie da abzuholen, wo sie gerade gefühlsmäßig steht? Vielleicht: "Ich habe gesehen, du bist mehrmals darauf geklettert, bist immer ein Stück weiter gekommen. Und nun hast du es geschafft! Der Baum ist so uneben, super schwer auszubalancieren, du hast soviel ausprobiert und nun kannst du es. Ich freu mich mit Dir!" das sind mögliche Worte, die das Erleben der Tochter authentisch spiegeln. Sie fühlt sich verstanden, gesehen und ihr eigenes inneres Erleben stimmt mit dem äußeren Erleben überein. Eine wichtige Erfahrung für Kinder: so können sie inerlich Wachsen, ein starkes Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit entwickeln, gelangen zu einer guten Selbstkenntnis- eine wichtige Voraussetzung um z.B. Mitgefühl entwickeln zu können.
Ich möchte damit nicht sagen, spiegelt die Kinder permanent wider.
Ich denke, es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln,wann ein Kind diese Rückmeldung möchte oder braucht - und ja- zu wissen- wenn ein lautes "Guck mal, Mama..." erklingt... ich auch die Brücke ZU meinem Kind bauen kann...mit dem Blick in seine kleine ureigene Welt und den dann "kinder-leichten" stärkenden Worten....

Alles Liebe und schöne "Kinder-leichte" Zeit euch allen.
Bei Gefallen gerne teilen...
Eure Michaela
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Kinder-leicht-wachsen Michaela Karper

"Das war so lustig, so toll, Michi. Weißt du noch? Du bist angezogen in den Pool gesprungen..., wir haben zusammen eine Schlammschlacht im Kindergarten gemacht... Das hat Spaß gemacht. Das war schöööön." Worte von Leon, einem ehemaligen Kindergartenkind...Wir haben uns zufällig am WE nach Jahren getroffen...
Das ist ihm in Erinnerung geblieben- das unbeschwerte "ver-rückt" sein, mein Spielen, agieren mit, ja MIT ihm und den anderen Kindern...
Einfach mal tanzen, laut lachen und albern....losgelöst von all unseren eigenen Zwängen, den oft so hemmenden Glaubenssätzen, wie "Das macht man nicht." oder "das ist Unsinn.Mach lieber, was vernünftiges wie Lernen." oder "Das bringt Dich nie weiter im Leben.".
Ist das so???? Und wenn genau diese Momente des Glücks, des unbeschwerten Geniessens des Miteinanders, uns so stärken, eine Grundlage für das Wachsen unserer Kinder ist und unsere Beziehung festigt...?!
Kinder sind Kinder, sie wollen (und sollen ) spielen, ihre Kindheit geniessen und dabei wachsen... Wir wollen als Eltern, Omas,Opas, Pädagogen und Erwachsene allgemein für die Kinder das Beste. Das geht mir auch so. Und dieser ständige Versuch ihnen das Beste zu bieten, zu ermöglichen, kann uns manchmal auch im Bildungs- und Leistungsgefüge blind machen, nicht wahr? Und wir vergessen auch für uns die zentralen Dinge, die unserem Leben Sinn geben...das, was uns glücklich macht!
...und wir übertragen das, als Vorbild unbewusst auf unsere Kinder.
Was stärkt unsere Kinder für Ihren Weg, zum Erreichen ihrer Ziele, was Macht sie selbstsicher und selbstbewusst? Eine liebevolle, wertschätzende, vertrauensvolle und würdigende Beziehung, das Gefühl geborgen zu sein...Das Gefühl, ich bin okay so wie ich bin und auch ver- rückt sein zu dürfen..Das gemeinsame Lachen, das Gefühl des unbeschwerten Miteinanders, das Zusammen agieren- das macht auch Beziehung aus, nicht wahr?
Es ist so herrlich wieder ver- rückt zu sein, unbeschwert losgelöst von Bildungszielen und Benimmregeln mit den Kindern zu spielen, albern- einfach Kinder-leicht zu LEBEN...
Kennt Ihr diese Momente auch? Eine schöne Zeit,gell? Das tolle Gefühl dazu lässt uns strahlen,oder?
Ich bin gespannt, was ihr erlebt habt....Ich freue mich, auf eure "Strahl-Momente".
Eure Michaela