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Ferien - verplante Zeit
Sommerferien, da sind sie- 6 Wochen freie Zeit. Ist es so? Ich beobachte anderes- die Ferien sind verplant, Woche für Woche,Tag für Tag und Stunde für Stunde.Die Erwartungshaltung bei Eltern und Kindern sind mittlerweile sehr hoch. Reisen, Freizeitparks, Zeltlager, Reiterferien, Segelkurse und und und....
Jedes für sich super tolle Aktionen, die Spaß und Freude bereiten. 👍
Doch was ist, wenn eine Aneinanderkettung dieser Angebote, Aktionen über 6 Wochen täglich stattfinden? Kein Ferientag ohne Highlight.
Wie kommt es, das die gesamten Ferientage -gedacht als freie Zeit -so verplant sind?
Sind wir uns dieser Entwicklung und ihren Auswirkungen für unsere Kinder bewusst?
Alle diese tollen Eindrücke, die besonderen Erlebnisse müssen Kinder( wie und auch Erwachsene) verarbeiten. Das braucht Ruhe, reizarmen Raum und Zeit- einfach mal innehalten... malen, Buddeln und träumen.... und wieder Freiräume für Neues schaffen. Und auch das Spüren von .... oh, was mache ich jetzt mal- nichts vorhaben.... ist wichtig. So spüren die Kinder wieder ihre eigenen Bedürfnisse, planen kreativ die Umsetzung und erfinden oft genau so neue Spielmöglichkeiten.
Ferien - sollte auch sein die Zeit der Erholung, Kraft tanken fürs neue Schuljahr mit all seinen Herausforderungen und eigenen Bedürfnissen nachgehen....Mal ehrlich- auch wir gestalten unseren Urlaub doch auch mit der Ausgewogenheit des Innehalten, Ausruhens und ein bissle Aktion. Die Balance macht es Sinn-voll. In der Umsetzung sind wir als Erwachsene gefragt- Kinder entwickeln erst langsam ein Gespür für diese Balance.... begleiten wir doch unsere Kinder bewusst und mit ausgewählten, unterschiedlichen Aktionen und Zeiten für Freiräume durch die letzten drei Wochen... Achja und frage ich die Kinder nach ihrem Ferienhighlight ist es zumeist der Strandtag, die Wasserschlacht im Garten oder das Grillen mit Mama und Papa. Erst auf Anregung der Eltern:"ja, erzähl doch mal- wo waren wir denn noch?" Dann kommt nach kurzer Überlegung:" Achja im Freizeitpark."
Vielleicht ist weniger mit viel Liebe und Gemeinsamkeit mehr .... 😊

"Mama, ich habs geschafft, guck mal"-
das Mädchen steht balancierend auf dem Baumstamm... und strahlt ihre Mutter an...Die Mutter freut sich sichtlich, ruft Beifall klatschend: "Wow, toll- nun klappt es. Kannst du auch weiter darüberlaufen? versuchs mal..."
Und ....läuft das Mädchen weiter? Ihr ahnt sicher, was passiert....

Sie steigt ab,mit gesenkten Blick, das Strahlen ist verflogen und ich höre: "Nö, keine Lust."
Was ist passiert?
Die Mutter - sie reagiert mit wohlwollenden, lobenden Worten, applaudiert, motiviert ihr Kind... Eigentlich super, oder?
Liegt es dann am Kind? Ist es zu ängstlich? Hat es wirklich keine Lust?
Was ist passiert? Was hätte ich denn anderes machen oder sagen können? Ich versteh das Kind nicht...Fragen , die sich so manch Elternteil öfter mal stellt, nicht wahr?
Zur Vorgeschichte:
Das Mädchen hat zuvor eifrig, unermüdlich mit großer Begeisterung und Willenskraft immer wieder versucht, den unebenen, hohen Baumstamm zu erklimmen und darauf freihändig zu stehen. Selbst das mehrmalige Herrunterrutschen, das immer wieder aus der Balance geraten und die vielen Neuversuche hielten sie nicht von ihrem Vorhaben ab- sie hat ihr Ziel verfolgt und sich nicht entmutigen lassen.

Sie wollte freihändig auf diesen Baumstamm stehen!!!

Dann endlich- sie hat es geschafft - strahlend vor Glück, erfüllt vom eigenen Erleben und Tun, ihre Ausdauer und ihrer Willenskraft- ruft sie ihre Mutter...sieh , ich kann es, ich habe durchgehalten, ich habe es geschafft, habe für mein Ziel gekämpft....das sind ihre Gedanken und Gefühle...und genau das, ist ihr so wichtig ihrer Mutter mitzuteilen. " Mama, guck mal...."
Was ist nun in der Kommunikation passiert?
Die Mutter reagiert sicherlich positiv auf die Leistung der Tochter, drückte ihren eigenen Stolz, ihre Begeisterung aus.
Die Mutter hat aus ihrem Empfinden, ihrer "Welt" heraus reagiert- wohlwollend, stärkend, .
...und doch fern von der "Welt", den da erlebten Gefühlen der Tochter, ihrem Empfinden bei der "Baumerklimmung". Das Kind ist begeistert vom Erlebten, die Mutter von der Leistung selbst. Zwei unterschiedliche Wahrnehmungen/ Interpretationen zu einer Situation- die sicher wohlwollend gemeinten Worte erreichen der Mutter erreichen das Kind nicht.Es fühlt sich unverstanden.
Was hätte die Mutter sagen könen, um eine "Brücke" zur Tochter zu bauen- sie da abzuholen, wo sie gerade gefühlsmäßig steht? Vielleicht: "Ich habe gesehen, du bist mehrmals darauf geklettert, bist immer ein Stück weiter gekommen. Und nun hast du es geschafft! Der Baum ist so uneben, super schwer auszubalancieren, du hast soviel ausprobiert und nun kannst du es. Ich freu mich mit Dir!" das sind mögliche Worte, die das Erleben der Tochter authentisch spiegeln. Sie fühlt sich verstanden, gesehen und ihr eigenes inneres Erleben stimmt mit dem äußeren Erleben überein. Eine wichtige Erfahrung für Kinder: so können sie inerlich Wachsen, ein starkes Selbstwertgefühl und Selbstsicherheit entwickeln, gelangen zu einer guten Selbstkenntnis- eine wichtige Voraussetzung um z.B. Mitgefühl entwickeln zu können.
Ich möchte damit nicht sagen, spiegelt die Kinder permanent wider.
Ich denke, es ist wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln,wann ein Kind diese Rückmeldung möchte oder braucht - und ja- zu wissen- wenn ein lautes "Guck mal, Mama..." erklingt... ich auch die Brücke ZU meinem Kind bauen kann...mit dem Blick in seine kleine ureigene Welt und den dann "kinder-leichten" stärkenden Worten....

Alles Liebe und schöne "Kinder-leichte" Zeit euch allen.
Bei Gefallen gerne teilen...
Eure Michaela
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Kinder-leicht-wachsen Michaela Karper

"Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat."
Lange war ich mir meinem eigenen Glück nicht mehr bewusst, habe meine vielen täglichen Glücksmomenten einfach nicht mehr gesehen...mein Blick war fokussiert auf meine Bedenken, meine Stolpersteine und das,was ich vermisse ...Kennt Ihr das auch? Bringt es euch weiter? Macht es euch glücklich?
Seitdem ich jeden Abend mich bewusst auf meine Glücksmomente des Tages schaue... Wow ich bin reich- reich an Freude, Liebe und Erfüllung. So schlafe ich ein und so wache ich auf....meine Gedanken sind auch Glücklich sein gerichtet.
Und Kinder in meinem Coaching führen ihr Glücksbuch- sie malen und schreiben ihre Erfolgs- und Glücksmomente zu bestimmten Fragen auf.... Und wachsen...glücklich...täglich mehr.
"Das Glück im Leben hängt von den guten Gedanken ab, die man hat." In diesem Sinne einen glücklichen Tag euch allen.
Eure Michaela
Teilt es gerne,wenn es euch gefällt... glückliche Kinder und Erwachsene überall.

Kinder-leicht wachsen     Michaela Karpers Foto.